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Review/The Maw: Alien mit Mordshunger

Im Downloadtitel „The Maw“ für die Xbox 360 geht es nur um das Eine: Fressen! Alien Frank und sein immer hungriger Begleiter sind auf der Flucht. Dabei frisst der lila Blob einfach alles, was sich bewegt und wird immer größer. Zum Glück wird er nicht nur fett, sondern übernimmt auch gleich die Fähigkeiten seiner Feinde.

Der Außerirdische Frank wurde verschleppt. Im feindlichen Raumschiff erblickt er das erste Mal seinen künftigen besten Freund Maw (englisch für Tiermagen oder Rachen). Der niedlich dreinblickende lila Blob hat zwar nur ein Auge, dafür aber eine umso größere Klappe und ohne ihn, wäre Frank verloren.

Echte Freundschaft

Nach dem Absturz des Raumschiffes machen sich beide auf die Flucht. Frank findet ein Armband, dass er als Leine für Maw benutzen kann. Fortan läuft dieser mit hechelnder Zunge als treuer Begleiter an Franks Seite. Die Leine kann auch an Objekten im Level befestigt werden. So zieht man etwa Felsbrocken aus dem Weg oder leitet daran fixierte Feinde direkt in Maws Rachen. Und Maw muss essen. Am besten viel, denn sonst kann man die Level nicht beenden.

Du bist, was du isst

Wird Maw gefüttert, wächst er und kann größere Feinde, etwa Feuerechsen, verspeisen. Wie bei Nintendos Spielcharakter „Kirby“ übernimmt Maw die Fähigkeit seiner gefressenen Feinde. So kann er nach dem Dinieren zum Beispiel Feuer spucken, fliegen oder seiner Umwelt Elektroschocks verpassen.

Um die überschaubaren Level zu lösen, muss man diese Fähigkeiten nutzen. So kann man die Abschnitte nur mit der Zusammenarbeit beider Figuren und deren Fähigkeiten erfolgreich beenden. Im nächsten Spiel-Abschnitt verliert Maw die ergatterte Spezial-Fähigkeit wieder, die Größe bleibt aber erhalten.

Das Spiel ist sehr linear und einfach gehalten. Fragezeichen markieren wichtige Orte und durch die jeweilige Fähigkeit weiß man eigentlich immer, was zu tun ist. Etwa Pflanzen verbrennen um den Weg freizumachen oder fliegend mit Stampfattacken Strom-Generatoren zerstören. Da man nicht sterben kann, stellt sich ein angenehmer Spielfluß ein, ähnlich dem des aktuellen Hüpf- und Kampfspiels „Prince of Persia“ für die Xbox 360 und Playstation 3.

Schön ist es hier

Von der Ästhetik her erinnert „The Maw“ ein wenig an die Spiele der ehemals Nintendo exklusiven, mittlerweile von Microsoft aufgekauften, Softwareschmiede „Rare“. Diese schufen Klassiker wie etwa „Banjo-Kazooie“, das vor kurzem neu für Xbox Live Arcade aufgelegt wurde.

Das Spiel ist absolut kinderfreundlich designt, wirkt aber nicht so kindisch, dass es Erwachsene abschreckt. Vor allem die Musik kann überzeugen. Der Mix aus Dixie, Jazz und Filmmusik vermischt mit Beatbox-Elementen klingt richtig gut und passt sich dynamisch dem Spielgeschehen an. Absolut süß sind die Sounds: Treibt sich Maw irgendwo im Level herum, ruft Frank auf Knopfdruck mit Kinderstimme: „Maaaaw“ und dieser läuft dann treu hechelnd auf seinen blauen Feund zu.

Habe fertig

Der einzige Kritikpunkt des Spiels ist der geringe Schwierigkeitgrad: Geübte Spieler zocken es locker an einem Tag durch. Aber, man kann zwei Spielerbilder und ein Theme für die Xbox-Bedienoberfläche frei schalten. Und sind wir mal ehrlich, manchmal tut es doch auch wirklich gut, wenn man ein Spiel zu 100 Prozent durchspielt und das ist bei „The Maw“ ohne Probleme möglich.

„The Maw“ wurde von der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) für Kinder ab sechs Jahre vorgesehen und kostet 800 Microsoft Points (etwa 12 Euro).


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