Zurüruck zum Inhalt

Review/Cubello, Orbient und Rotohex: Künstlerisch spielen mit der Wii

Auf das Wesentliche reduziert: Die sogenannten „Art-Style“-Spiele für die Nintendo Wii protzen nicht mit Optik, sondern ordnen sie sich ganz dem Spielfluss und -spaß unter. Diese Erfahrung sollte man sich nicht entgehen lassen und da es sich um Download-Titel handelt, sind sie zudem recht günstig.

Die aktuellen Spielkonsolen Wii, Playstation 3 und Xbox 360 bieten ein umfangreiches Download-Angebot an. Über „Xbox Live Arcade“ lädt man sich etwa Demos aktueller Spiele oder gar Vollversionen herunter .

Nintendos „WiiWare“-Service startete Mitte 2008 und zeichnet sich durch auf den bewegungsempfindlichen Wii-Controller angepasste Spiele aus. Eine aktuelle Spiel-Serie nennt sich „Art-Style“ und bietet ein ästhetisches Spielerlebnis mit puristischer Grafik, einfacher Bedienung, aber einer ungeheueren Spieltiefe und -Atmosphäre an.

Diese Spiele gab aber schonmal in der „bit Generations“-Serie für den Gameboy Advance, die aber nur in Japan erschien. Da der Handheld mittlerweile vom Nintendo DS ausgestochen wurde, erfährt die Spielserie nun auf der Wii ihr Comeback.

Bunte Blume

Auch wenn in „Rotohex“ Dreiecke die Hauptrolle spielen, handelt es sich um ein 2D-Spiel ganz ohne 3D-Gebilde aus Polygonen. Bei dem geometrischen Puzzler baut man aus diesen Dreiecken vorgegebene Blüten (Sechsecke) nach.

Das ist aber gar nicht so einfach: Von oben fallen stetig verschiedenfarbige Dreiecke nach unten. Um diese anzuordnen, zeigt man mit der Wii-Fernbedienung auf den Fernseher und kann auf Knopfdruck immer ein Sechseck drehen. So dreht und windet man sich zum Sieg.

Das Ganze wird von ruhiger bis hektischer Musik begleitet, die sich dem Spielgeschehen dynamisch anpasst. Dank Musik, Soundeffekten und puristischer Grafik stellt sich rasch ein angenehmes Spielerlebnis ein. Der Titel ähnelt einem der ersten Xbox-Live-Arcade-Titel “Hexic HD” vom Tetris-Erfinder Alexey Leonidovich Pajitnov.

Das Spiel ist in der Datenbank der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) nicht zu finden und kostet 600 Wii Points (6 Euro). Es können auch 2 Spieler gegeneinander spielen.

Im Sog der Gravitation

In sphärische Klänge gebettet gleitet man in „Orbient“ als Planet durch das Weltall. Über zwei Knöpfe steuert man die Anziehungs- und Abstoßkraft anderer, größerer Planeten. Ziel ist es, auf eine vorgegebene Größe zu wachsen, um dann mit der Sonne des Systems zu verschmelzen. Ab einer gewissen Größe zieht man Monde in den eigenen Orbit, die bei erfolgreicher Beendigung des Levels als Extraleben angerechnet werden.

Der Einsatz der Kräfte ähnelt dem Schubprinzip des Spielklassikers „Asteroids“. Schnell verliert man sich in dem simplen aber fordernden Spiel.

Das Spiel ist in der Datenbank der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) nicht zu finden und kostet 600 Wii Points (6 Euro).


Der Würfel, der irre macht

Wer kennt sie nicht? Die bunten Zauberwürfel, die einen in den Wahnsinn treiben. Am einfachsten war es immer, die bunten Aufkleber abzuziehen und in der richtigen Anordnung wieder aufzukleben. Das ist natürlich geschummelt. Bei „Cubello“ kann man nicht schummeln und auch hier wird man von Würfeln in den Irrsinn getrieben.

Ein 3D-Gebilde dreht sich im Raum und man beschießt es mit verschiedenfarbigen Würfeln. Wie in vielen Denkspielen, ist auch hier die Vier die magische Zahl. Denn berühren sich vier gleichfarbige Würfel, lösen sie sich auf. Ziel ist es, das Gebilde vollständig abzubauen. Durch geschicktes Beschießen löst man Kettenreaktionen aus und in Bonusrunden baut man mit einem Regenbogenwürfel – der für alle Farben steht – den Turm rasant ab.

Kommentiert wird dies von einer knarzigen Roboter-Stimme, die neben stylisher Grafik und Musik für die richtige Atmosphäre sorgt.

Das Spiel ist in der Datenbank der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) nicht zu finden und kostet 600 Wii Points (6 Euro).

So soll es sein!

So müssen Download-Spiele aussehen: Einfach zu verstehen, ein fesselndes Spielprinzip und günstig im Preis. Bitte mehr davon.

Bilder-Quelle: Nintendo Presse-Server

Artikel markieren: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • del.icio.us
  • Digg
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Live-MSN
  • MySpace
  • YahooMyWeb

Ein Kommentar

  1. Meute schrieb:

    Ja, die Chill-Spiele. “Orbient” wurde auf GIGA-TV gezeigt, fand ich recht kurzweilig. Besonders gefällt mir aber “Flower”:

    http://www.gametrailers.com/game/5528.html

    Samstag, 31. Januar 2009 um 05:14 | Permalink

Einen Kommentar schreiben

Ihre Email wird NIE veröffentlicht oder weitergegeben. Benötigte Felder sind markiert *
*
*