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Spieleflut 2009 – dritter Teil: Grand Theft Auto: Chinatown Wars

Die große „Grand Theft Auto“-Serie wird im Frühjahr auf Hosentaschengröße eingedampft. „GTA“ für den Nintendo DS muss natürlich Abstriche in der Grafik machen, die typische Stimmung des Spiels soll aber erhalten bleiben und der Touchscreen wird etwa mit dem Zusammenbau eines Gewehres sinnig genutzt.

Das Actionspiel „Grand Theft Auto“ (GTA) macht nicht das erste Mal Halt auf einer tragbaren Nintendo-Konsole. Bereits 2004 konnte man „Grand Theft Auto Advance“ auf dem Gameboy Advance (GBA) spielen. Der Titel wurde von Total Eclipse entwickelt und spielte sich ähnlich gut wie die ersten beiden „GTA“-Teile, die auch in 2D waren.

Handheld am Limit

Der Nintendo-DS-Titel „Grand Theft Auto: Chinatown Wars“ wird hingegen von Rockstar Leeds entwickelt und spielt sich in komplett in der dritten Dimension ab. Aufgrund des kleinen Bildschirms sieht man der Figur aber nicht über die Schulter, die Kamera zeigt das Geschehen aus der Vogelperspektive, passt sich aber etwa bei Autofahrten auch dynamisch an. Fußgänger, Gebäude und Autos bestehen aus 3D-Objekten, die Grafik ist im Cel-shading-Stil gehalten. Dadurch sind alle Objekte mit schwarzen Strichen umrandet, die Ästhetik wirkt so wie aus einem Comic entnommen. Wie in den großen Vorbildern kann es im Spiel auch regnen und die Sonne verändert dass Ambiente der Stadt. Laut den Entwicklern soll das Ganze dabei konstant mit 30FPS (Bilder pro Sekunde) laufen.

Ein riesiger Soundtrack ist charakteristisch für ein GTA-Spiel. Auch auf dem Nintendo DS erwarten den Spieler lizensierte Tracks, nur liegen die aufgrund der begrenzten Speicherkapazität des Spielmoduls (maximal 256MByte) nur als Instrumental-Version vor. Wie aber schon zu GBA-Zeiten, fluchen auch hier die Fußgänger mit Sprachfetzen, etwa wenn man ihnen das Auto klaut.

Hosentaschengangster

GTA lebt vor allem von der Geschichte und den Charakteren. Im DS-Ableger verschlägt es den Spieler mal wieder in die im dritten Teil eingeführte Stadt Liberty City. Diesmal spielt man den Chinesen Huang Lee, der dem Triaden-Verbrechersyndikat angehört.

GTA typisch kann man sich natürlich jedes Gefährt unter den Nagel reißen. Die verschiedenen Auto- und Motorrad-Typen haben alle eine charakteristische Fahrphysik. Neuerdings kann man auch mit einem Turbo durch die Straßen flitzen. Die Flammenspur der Reifen steckt dabei Passanten und Verkehr in Flammen. Erregt man zu viel Aufsehen in Liberty City, ist einem schnell die Polizei auf dem Fersen. Der Fahndungslevel wird wie gewohnt anhand von Fahndungssternen angezeigt. Nur reicht es jetzt nicht mehr sich für eine bestimmte Zeit außerhalb der Reichweite der Polizei aufzuhalten, man muss nun forscher rangehen und eine bestimmte Anzahl von Polizeiautos rammen, um den Level wieder abzubauen. Die Anzahl steht direkt unter den Fahndungssternen. Kommt es zu einem Feuergefecht, werden Gegner automatisch anvisiert, wechselt man die Waffe, pausiert das Spiel automatisch.

Im Missions-Alltag klaut man etwa bestimmte Autos, jagt Gebäude in die Luft, schaltet Zielpersonen mit einem Sniper-Gewehr aus oder wirft aus einem Helikopter Molotov Cocktails ab. Neu hinzugekommen ist der An- und Verkauf von Drogen. So dealt man auf der Straße mit Gras und härteren Sachen, sollte dabei aber immer die Umgebung nach Kameras absuchen. Diese sind auch das Pendant zu den sammelbaren Päckchen der anderen GTA-Versionen. Um das Spiel mit 100 Prozent abzuschließen, muss man alle zerstören. Ist ein Gebiet nicht mehr überwacht, ändern sich dort auch die Drogenpreise.


Angefasst und hochgeladen

Rockstar hat auch einige Minispiele eingebaut. Auf dem Touchscreen schraubt man etwa ein Sniper-Gewehr zusammen, baut Molotov Cocktails oder wirft Geld in eine Telefonzelle ein. In „GTA IV“ wurde das Handy als willkommenes Spielelement eingeführt. Darüber kann man Missionen direkt neustarten oder mit seinen Verbündeten in Kontakt treten. In der DS-Version hat man dafür einen Personal Digital Assistant (PDA). Über ihn bedient man auch das GPS-System zur Wegfindung und lässt sich Waffen liefern.

Auf dem oberen Bildschirm wird die Story im Comic-Stil erzählt. Leider ohne Sprachausgabe, die bei den anderen Teil immer einen Großteil der Stimmung ausgemacht hat.

Über eine Online-Verbindung kann man dem „Social Club“ beitreten. Dort lädt man seine Statistiken hoch und vergleicht sie mit Anderen. Entwickler Rockstar will über diese Online-Plattform auch Wettbewerbe ausschreiben. Näheres dazu ist noch nicht bekannt.

Im eigenen Apartment kann man nicht nur speichern, sondern auch Missionen nochmal unter bestimmten Bedingungen, etwa Zeitlimit, durchspielen. Dafür bekommt man Trophäen verliehen, die dann in der Wohnung zu sehen sind.

Es scheint, dass Rockstar die Schrumpfkur geschickt vollzieht und uns ein wahres Hosentaschen-Abenteuer bevorsteht. Bleibt nur zu hoffen, dass sich das Missionsdesign an die tragbare Konsole anpasst, denn während einer Busfahrt hat man oft nur wenige Minuten Zeit zum spielen. Das war auch ein Kritikpunkt bei den beiden GTA-Teilen für die Playstation Portable (PSP) von Sony.

Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat dem Spiel das „keine Jugendfreigabe“-Siegel verpasst. Es soll am 20. März 2009 erscheinen und etwa 35 Euro kosten.

Aufgrund der Länge des Artikels, erscheint die Vorschau zum Geschicklichkeitsspiel „Let’s Tap“ erst im nächsten Teil der Übersicht.

Bild-Quelle: rockstargames.com

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