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Review/HAWX: Völlig losgelöst von der Erde: Tom Clancy hebt ab

Der millionenschwere US-amerikanische Erfolgsautor hat das Genre des Polit-Thrillers wie kein anderer geprägt. Bereits seit 1998 gibt er seinen Namen auch für Videospiele her und Erfolgstitel wie etwa das Schleichspiel „Splinter Cell“ rangieren unter seinem Label. Nach einem Abstecher ins Echtzeitstrategie-Genre hebt er jetzt ab und in „Tom Clancy’s HAWX“ reinigt man die Luft von bösen Terroristen.

Tom Clancy’s HAWX“ für Playstation 3, Xbox 360 und den PC pfeift auf Instrumenteinstellungen und Landeklappen: Man befindet sich sofort im Kampfgetümmel was klar macht, der Titel ist ein reinrassiger Arcade-Shooter.“

Wolkenkracher

Innovationen sucht man bei „Tom Clancy’s HAWX“ vergeblich. Das Missionsdesign der 19 Abschnitte ist fade, im Endeffekt prescht man immer von A nach B und macht alles platt. Dank einfacher Steuerung, hübscher Grafik und einem bombastischen Soundtrack ist das aber egal, denn Spaß stellt sich von der ersten Minute an ein.

Die Landschaftsgrafiken stammen aus hochwertigen Satelitenbildern und das Spielgeschehen läuft meist butterweich. Trotzdem sieht der fast zwei Jahre ältere Genre-Konkurrent „Ace Combat 6“ besser aus. Denn wenn man bei „Tom Clancy’s HAWX“ in den Tiefflug geht, zeigt sich das Spiel nicht von seiner schönsten Seite.
Der Funkverkehr knattert wahlweise auf deutsch oder englisch und über das Headset kann man den vom Computer gesteuerten Flügelmännern Befehle zubrüllen. Das funktioniert in der Hitze des Gefechtes recht gut, man sollte aber drauf achten, dass man deutlich spricht.

Im Spielverlauf spielt man 50 Flugzeuge frei. Das hat aber mehr Sammel-Charakter, denn vor jeder Mission wird immer das optimale Flugzeug angezeigt, welches man auch tunlichst auswählen sollte. Die Flugzeuge steuern sich zudem sehr ähnlich.

Wem das Spiel zu einfach ist, der kann den sogenannten Assistance Mode deaktivieren. So erhält man mehr Bewegungsfreiheit und eine bessere Übersicht, Gegner sind aber schwerer zu treffen. Das „Enhanced Reality System“ erleichtert wiederum den Piloten-Alltag, zeigt es auf Knopfdruck sichere Ausweichrouten an, wenn man unter Raketenbeschuss gerät und bekommt man einen Gegner partout nicht vor die Flinte, hilft ein blauer Dreieckstunnel als Wegweiser um den Gegner vom Himmel zu holen.

Mit Freunden in der Luft

Im Coop-Modus geht man mit bis zu vier Mitspielern auf Terroristenjagd. Dabei kann man jederzeit ins Match ein- und aussteigen. Im Multiplayer-Modus nehmen bis zu acht Spieler im Cockpit Platz. Die Standard-Spielmodi wie Team-Deathmatch sind kurzweilig, aber amüsant. EMP-Angriffe und etwa eine Radar-Tarnung lockern das Ganze auf.

Solide Luftschlacht

„Tom Clancy’s HAWX“ ist ein einfacher und ordentlich inszenierter Fluzeug-Shooter für zwischendurch. Die meisten Missionen dauern nur etwa 15 Minuten und aufgrund des manchmal sogar zu einfachen Schwierigkeitsgrades ist das Spiel wie im Fluge durchgespielt. Ein bisschen mehr Vielfalt und Kreativität beim Missionsdesign hätten dem Titel gut getan, so wirkt es schon sehr flach, aber spaßig

Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat „Tom Clancy’s HAWX“ für Kinder ab 16 Jahre vorgesehen. Für Xbox 360 und Playstation 3 kostet es etwa 70 Euro, PC-Spieler heben schon für etwa 45 Euro ab.

Bild-Quelle: Ubisoft Presse-Server


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2 Kommentare

  1. Paidemail schrieb:

    wow, der screenshot ist ja wohl der Hammer!

    Mittwoch, 11. März 2009 um 19:40 | Permalink
  2. Meutecee schrieb:

    Ein Schelm, wer bei dem Spielprinzip an Gunship 2000 denkt (mittlerweile 18 Jahre alt das Game). 😉

    Montag, 6. April 2009 um 01:49 | Permalink

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