Zurüruck zum Inhalt

Review/Geheimakte 2 – Puritas Cordis: Zu zweit gegen die Sekte

Einmal Realität bitte. Adventure-Spiele müssen sich nicht immer durch Comic-Grafik und eine abgedrehte Story mit ulkigen Charakteren definieren. Sie können auch ganz real sein. Damit es nicht zu langweilig wird, aber bitte mit einer großen Prise Mystery. Dies bewies nicht zu letzt “Geheimakte Tunguska”, dessen Nachfolger “Geheimakte 2 Puritas Cordis” nun für die Wii erscheint. Auch der Nachfolger glänzt mit toller Inszenierung und logischen Rätseln. Diesmal ist man einer Sekte auf der Spur und versucht die Apokalypse zu verhindern.

Was im im ersten Teil wie eine Liebesbeziehung begann, hat sich mittlerweile wieder zerschlagen. Die Protagonisten Nina und Max gehen getrennte Wege – eine mysteriöse Geschichte führt sie aber wieder zusammen, zumindest beruflich.

Traumschiff und Tempel

Nina will nach den ganzen Strapazen erstmal Urlaub machen. Sie steigt in Hamburg auf ein Schiff und prompt geschieht ein Mord. Max hat es nach Indonesien verschlagen – er erforscht dort mit einer Freundin Tempel. Schnell kommen sie einer Sekte auf die Spur, die, wer hätte etwas anderes gedacht, die Welt zerstören will. So flach die Story auch ist, Adventure-Spiele leben von den Rätseln und mit denen macht die zweite „Geheimakte“ vieles wieder gut.

Wie in Teil eins Teil eins wechselt man auch hier wieder zwischen den Charakteren. Das gibt dem Spiel einen extra Pfiff an Dramatik und Spannung. Neuerdings kann man auch andere Charaktere neben den Hauptdarstellern spielen, wie etwa Bischof Perry, der am Anfang des Spiels durch das spielbare Tutorial führt.

Sinniges Interface

Das Interface spielt bei einem Videospiel eine besonders große Rolle, denn es zeigt an, wie man mit der Umgebung interagieren kann. Bei den „Geheimakte“-Adventuren ist es sehr vorbildlich gestaltet. Der über die Wii-Fernbedienung gesteuerte Pfeil zeigt immer an, wann man etwas mit einem Objekt machen kann und auf Wunsch lassen sich alle manipulierbaren Objekte auf dem Bildschirm einblenden. So übersieht man nichts und weiß man einmal gar nicht weiter, ruft man das Tagebuch auf, in dem Lösungshinweise stehen.

Nicht nur das Setting ist realistisch gehalten, auch die Rätsel sind wirklichkeitsnah und somit mit ein wenig Gehirnschmalz zu lösen. Am Anfang sind sie noch sehr einfach gehalten, zum Ende zieht der Schwierigkeitgrad aber spürbar an. Ab und an wirken die Rätsel aber zu konstruiert.

Im Dialog

Die Dialogszenen wirken sehr filmisch; durch diese Inszenierung wird der Spielfluss kaum unterbrochen. Die Grafik ist sehr hübsch und die Synchronisation gehört mit zu den Besten. Stringent: Die beiden Protagonisten werden wieder von den gleichen Sprechern vertont wie im ersten Teil.

Damit das reale Setting und die Geschichte nicht allzu ernst und bieder wirken, verteilen die Protagonisten dann und wann Seitenhiebe auf andere Spiele oder den Vorgänger, was das Ganze angenehm auflockert.

Grafik, Sound und Musik verschmelzen wieder zur typischen „Geheimakte“-Atmosphäre und wirken absolut stimmig.

Dank der Bewegungssteuerung der Wii spielt sich das Adventure so toll wie am PC mit einer Maus. „Geheimakte 2 Puritas Cordis“ ist mehr als nur ein würdiger Nachfolger: Fans werden es lieben, aber auch Neulingen wird es Spaß machen, da das Interface viele Hilfestellungen gibt. Gerade der Figurenwechsel ist dramaturgisch gesehen interessant und hebt das Spiel erfrischend von anderen Adventures ab. Der Spannungsbogen funktioniert noch besser als im ersten Teil und führt am Ende zu einer logischen Auflösung. Die Wii-Version hat einen simultanen Zwei-Spieler-Modus spendiert bekommen. Die Grafik hingegen ist nicht ganz so hübsch wie auf dem PC.

„Geheimakte 2 Puritas Cordis“ für die Wii wurde von der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) für Kinder ab sechs Jahre vorgesehen und kostet etwa 45 Euro.

Bilder-Quelle: www.deepsilver.de


Artikel markieren: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • del.icio.us
  • Digg
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Live-MSN
  • MySpace
  • YahooMyWeb

Ein Kommentar

  1. wii-mushroom schrieb:

    Klingt gut, vor allem weil die Story ziemlich ausgetüftelt und nicht sehr linear erscheint.

    Montag, 18. Mai 2009 um 14:05 | Permalink

Einen Kommentar schreiben

Ihre Email wird NIE veröffentlicht oder weitergegeben. Benötigte Felder sind markiert *
*
*