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Review/Punch Out!!: Auf die Fresse, fertig, los

Es gibt kein Boxspiel auf der Wii mit vernünftiger Bewegungssteuerung. Auch das Remake von “Punch-Out!!” ist da keine Ausnahme, obwohl es sogar das Balance Board unterstützt. Das macht aber gar nichts, denn des Spiel geht taktisch richtig in die Tiefe und zieht Spieler innerhalb weniger Minuten in seinen Bann. NES-Fans werden es lieben, aber auch Neulinge werden künftig mit Freude eine tiefschürfende Gegner-Analyse betreiben.

Endgegner weisen immer eine Taktik auf, die man durschauen muss, sonst hat man keine Chance sie zu besiegen. Nach dieser Definition ist bei „Punch-Out!!“ jeder Gegner ein Endgegner. Das fordert und motiviert 2009 genauso wie 1984, als Nintendo „Punch-Out!!“ als Arcade-Titel veröffentlichte. Die neue Version ist ein Remake des NES-Hits mit sehr hübscher Grafik und einer nicht ganz optimalen Bewegungssteuerung.

Einfach aufs Maul is nich

2 Buttons und das Steuerkreuz: mehr braucht man nicht, um „Puch-Out!!“ zu steuern. Mit den Bewegungstasten weicht man aus, mit den Knöpfen platziert man die Schläge. Wüstes Button-Gedrücke bringt einen aber nicht weit, jeder Schlag will wohl überlegt und getimed sein. Und das ist auch genau der Punkt, der „Punch-Out!!“ so brillant macht.

Das Spiel unterscheidet zwischen Bauch- und Kopfschlägen. Achtet man aber nicht auf die Deckung des Gegners, werden diese geblockt und man verliert Ausdauer. Beim ersten Gegner Glas Joe kann man zwar noch einfach drauf los prügeln, danach muss man die Taktik des Gegners aber genaustens analysieren, um als Sieger aus dem Kampf hervor zu gehen.

Weicht man einem gegnerischen Schlag aus, kann man den Kontrahenten mit Schlägen malträtieren. Besser ist es aber seine Vernachlässigung der Deckung auszumachen, signalisiert durch ein kurzes, rotes Blinken, und ihm dann eine reinzuwürgen. Passiert das mit dem richtigen Timing, bekommt man einen Stern gutgeschrieben. Sammelt man drei Sterne kann man einen Spezialschlag ausführen, der dem Gegner einen Großteil der Energie abzieht. Wird man während des Sammelns aber getroffen, verliert man alle Sterne wieder.

Lahmer Arm

Die Taktiken werden immer vielschichtiger und das Timing ist nur mit voller Konzentration einzuhalten. Da es sich um ein klassisches Joypad-Spiel handelt, sollte man die Bewegungssteuerung ignorieren: das Millisekunden-Timming ist mit Wii-Fernbedienung, Nunchuk und Balance Board nur schwer einzuhalten. Möchte man es dennoch ausprobieren, schlägt man mit den beiden Hand-Controllern zu und mit dem Balance Board weicht man aus.

Für die Pad-Steuerung hält man die Wii-Fernbedienung quer, das fühlt sich fast so an wie mit einem NES-Controller. Ärgerlich: Für die Menüsteuerung muss man die Wii-Fernbedienung immer wieder auf den Fernseher richten.

Sportsgeist

„Punch-Out!!“ bringt die Taktik und Finesse des Boxsports auf den Punkt, sieht super aus und macht einen Heidenspaß. Die späteren Gegner werden richtig schön schwer und man denkt oft: Unschaffbar! Durchschaut man aber die Taktik und feilt an seinem Reaktionsvermögen, trägt man früher oder später den Sieg davon. Und das ist unglaublich befriedigend, da man immer wieder über sich selbst hinauswächst – wie im echten Sport.

Im Zweispielermodus tritt man im Splitscreen gegeneinander an. Landet ein Spieler genug Treffer, verwandelt er sich in Giga Mac und nimmt den ganzen Bildschirm ein. Das spielt sich nicht so taktisch wie der Einspielermodus, da es meist in ein wildes Knöpfedrücken ausartet.

„Punch-Out!!“ für die Wii wurde von de Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle für Kinder ab sechs Jahre vorgesehen und kostet etwa 50 Euro.

Bilder-Quelle: Nintendo Presseserver

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