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Review/Rhythm Paradise: Weck den Rhythmus-Profi in dir

Der Nintendo DS und Minispiel-Sammlungen gehören zusammen wie die Axt zum Holz. Immer nur Minispiele werden auf Dauer aber genauso eintönig wie stundenlanges Holzhacken. Nintendo ist allerdings immer wieder für Innovationen gut und verbindet in “Rhythm Paradise” Rhythmusgefühl mit Minispielen. In Japan ist das bereits der Hit, nun dürfen auch wir zeigen, dass wir Taktgefühl besitzen.

Der Touchscreen und das Mikrofon des Nintendo DS bieten viel kreativen Spielraum und die Entwickler erschufen ein neues Genre: Minispiel-Sammlungen. Da Nintendo anscheinend die kreativsten Spieldesigner beschäftigt, liefern sie auch die besten Sammlungen ab. In „Rhythm Paradise“ ackert man etwa in einer Fabrik, singt im Chor oder steuert eine Horde Affen-Groupies. Der DS wird dabei wie ein Buch gehalten und alles findet im Rhythmus der Musik statt.

Skurrilität meets Metrum

Die kuriosen Minispiele finden in einer ebenso kuriosen Grafikumgebung statt. Die Minimalästhetik und der Humor dürften aber nicht jedermanns Sache sein. Die Spiele lassen sich durch tippen und schnippen steuern. Vor jedem Minispiel muss man immer wieder ein nerviges Tutorial wegdrücken, auch wenn man schon weiß, was zu tun ist. Die Regeln sind einfach, auch Gelegenheitsspieler dürften sich schnell zurecht finden.

Ab und an hat man das Gefühl, die Steuerung würde nicht richtig funktionieren. Dass liegt aber am extrem genauen Taktmaß, das keine Fehler, seien es auch noch so kleine, verzeiht. Das kann schnell in Frustration umschlagen, vor allem das Tischtennisspiel ist bockschwer und verlangt viel Training.

Goldene Schallplatte

Will man also in jedem Spielchen eine Goldmedallie einheimsen, sollte man einiges an Zeit mitbringen. Jeder Spielbabschnitt besteht aus vier Spieltypen und einem Abschnitt, in dem alle Disziplinen nocheinmal durcheinander vorkommen. Hier muss man besonders auf der Hut sein und sollte alles aus dem Effeff beherrschen, sonst kann man das Finale gleich wieder neu starten.

Die gewonnenen Gold-Medallien tauscht man dann gegen weitere kurzweilige Spiele ein, wie etwa einen DJ-Abschnitt oder virtuelle Gitarren-Stunden.

„Rythm Paradise“ ist ein witziges Musikspiel für zwischendurch. Leider hat das Spiel keine offiziellen Musiklizenzen und man muss mit den gewöhnungsbedürftigen Rhythmen des japanischen Produzenten Tsunku, wer auch immer das sein mag, auskommen. Die Musik nervt auf Dauer, immerhin haben die Entwickler deutsche Sprachausgabe bei einigen Stücken eingebaut, etwa in Form einer Liebes-Schmonzette die von einer Horde Affen bejubelt wird. Der Humor ist eigentlich sympathisch, der Spaßfunken mag aber nicht so wirklich überspringen. Das liegt vor allem daran, dass das Spiel oft einfach zu schwer ist.

„Rythm Paradise“ für den Nintendo DS hat von der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) das „ohne Altersbeschränkung“-Siegel bekommen und kostet etwa 30 Euro.

Bilder-Quelle: Nintendo Presseserver


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